25.3.2010
21:45 Bordzeit
Überwältigungsarchitektur.
Gut, dass Luxusyachten gemeinhin nicht eistauglich sind. Wären sie es, und ein russischer Neureicher vom Schlage Roman Abramowitschs würde zwischen antarktischen Eisbergfeldern und der Schelfeiskante der Pine Island Bay kreuzen: er würde wahrscheinlich sofort seine güldene Kreditkarte zücken und nach dem Architekten telefonieren lassen.
Das Eis baut. Kathedralen, Eingangsportale, überkuppelte Fußballstadien. Start- und Landebahnen, neben denen der Frankfurter Flughafen zum Ponyhof schrumpft. Sprungschanzen und Rutschbahnen. Kühn geschwungene Flächen mit Linien, die an Spannbetonbauten erinnern. Der Teepott von Warnemünde in Eis. Steil aufragende Kanten. Zerbrochene Riesenmotoren mit Kühlrippen, abgeschliffen vom Wellenschlag.